Apéros PDF

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Für die Bewohner des Weiler Gibelflüh – etwas abseits in ländlicher Umgebung gelegen – galt es seit Urzeiten die kirchlichen Gottesdienste in der Kirche apéros PDF Hochdorf zu besuchen. Der Weg nach Hochdorf – zu Fuss oder eventuell mit Ross und Wagen – war zur damaligen Zeit beschwerlich und zeitaufwendig.


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Pfarrer von Hochdorf erhoffte, dass alle « vollzählig » am Gottesdienst dabei sind! Diese Beschwernisse bewog die Gebrüder Hansjörg und Hans Mattmann vom « Lochhof » und weitere drei Hofbesitzer – Hans-Jakob Mattmann, Obergibelflüh, Heinrich Mattmann, Wald und Hans-Caspar Mattmann, Sulzberg – gemäss eines Stiftungsbriefes im Jahre 1682 eine Kapelle zu bauen. Mai 1684 weihte der Bischof des Bistums Konstanz, Georg Sigismund Müller, die Kapelle zu Ehren der Heiligen Antonius von Padua und Franz Xaver ein. Mit dem damaligen Pfarrer von Hochdorf, Niklaus Uttenberg, wurden Satzungen vereinbart, die die Tätigkeit des Leutpriesters und des Kapellenpflegers regelten. Dem Landvogt von Rothenburg, damals Josef an der Allmend, musste alle vier Jahre die Rechnung vorgezeigt werden. 1686 erlaubte der päpstliche Nuntius in Luzern, Jacob Cantelmus, die Errichtung der Skapulier- oder Karmelitenbruderschaft. Kapelle und Schule waren für die damaligen Bewohner des weit abgelegenen Weilers wichtige Eckpfeiler.

So unterhielten sie auch einen « Schuolmeister » für ihre Kinder. Im Kapellenbuch sind bereits anno 1685 Auslagen dafür ausgewiesen. Bei der bischöflichen Visitation von 1710 wurde beklagt, dass in einigen Dorfschaften bald niemand mehr lesen und schreiben könne! Des weiteren sind im Kapellenbuch verschiedene Frühmesser aktenkundig, die selbst Schule gaben. 1791 erfolge eine Vergrösserung der Kapelle zum heutigen Erscheinungsbild.

Im Innern wurde sie mit verschiedenen sakralen Gegenständen ausgestattet. Seit dem Bestehen der Kapelle wurden immer wieder Renovationsarbeiten ausgeführt. 1870 – 1874, und im Jahr 1902 erhielt die Kapelle anstelle des Barocktürmli den heutigen, etwas wuchtigeren Turmaufbau, bedingt auch dadurch, dass zwei grössere Glocken – aus der Giesserei Rüetschi in Aarau stammend – gespendet wurden. Anlässlich der Renovation von 1954 – 1957 wurden zwei Seitenaltäre aus der Kapelle entfernt.

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